Wer am vergangenen Donnerstag an der Sitzung des Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschusses teilnahm, musste erleben, dass die Enser Politik an einem gefährlichen Punkt angelangt ist.
Der Bürgermeister Hubert Wegener hatte beabsichtigt, frühzeitig und in aller Ruhe die Diskussion über die Nachfolge von Franz-Josef Vonnahme als Leiter des Fachbereichs 3 Bauen und Gemeindeentwicklung zu eröffnen.
Bekanntlich scheidet dieser im nächsten Jahr aus der Verwaltungsmannschaft aus.
Da haben wir Kommunalpolitiker eine große Verantwortung.
Die Fraktionen von CDU, BG und FDP sowie Franz Freitag stimmten jedoch für eine Absetzung des Punktes von der Tagesordnung. Eine fundierte Diskussion wurde so erst gar nicht zugelassen.
Wichtige Zukunftsfragen werden offenbar nicht mehr in der Öffentlichkeit einer Lösung zugeführt, sondern sollen in den Hinterzimmern der Fraktionen entschieden werden. Das schadet der Sache und trägt sicher zu noch mehr Politikverdrossenheit bei.
Dabei geht es hier um eine entscheidende Weichenstellung für die Gemeinde Ense.
Im Fachbereich 3 werden Fragen zur Gewerbeansiedlung, Baulandentwicklung, Energieversorgung uvm bearbeitet. Sie gehen jeden Bürger und jedes Unternehmen in Ense direkt an und werden seit vielen Jahren von Herrn Vonnahme vorbildlich behandelt.
Ense steht nicht nur kreisweit bestens da.
Eine entsprechende Kontinuität, die nur durch eine ausreichende Einarbeitung eines Nachfolgers gelingen kann, ist aus Sicht der Enser Grünen entscheidend für die Weiterentwicklung der Gemeinde.
Dieses Thema nicht öffentlich diskutieren zu wollen, ist ein Armutszeugnis für die Politiker der genannten Enser Parteien.
Das ist nicht fair und nicht offen.
Unser Demokratieverständnis ist ein anderes.