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Atomkraft - ein teurer Fehler




Politikverdrossenheit hausgemacht

29.01.2012

Wer am vergangenen Donnerstag an der Sitzung des Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschusses teilnahm, musste erleben, dass die Enser Politik an einem gefährlichen Punkt angelangt ist.
Der Bürgermeister Hubert Wegener hatte beabsichtigt, frühzeitig und in aller Ruhe die Diskussion über die Nachfolge von Franz-Josef Vonnahme als Leiter des Fachbereichs 3 Bauen und Gemeindeentwicklung zu eröffnen.
Bekanntlich scheidet dieser im nächsten Jahr aus der Verwaltungsmannschaft aus.
Da haben wir Kommunalpolitiker eine große Verantwortung.
Die Fraktionen von CDU, BG und FDP sowie Franz Freitag stimmten jedoch für eine Absetzung des Punktes von der Tagesordnung. Eine fundierte Diskussion wurde so erst gar nicht zugelassen.
Wichtige Zukunftsfragen werden offenbar nicht mehr in der Öffentlichkeit einer Lösung zugeführt, sondern sollen in den Hinterzimmern der Fraktionen entschieden werden. Das schadet der Sache und trägt sicher zu noch mehr Politikverdrossenheit bei.
Dabei geht es hier um eine entscheidende Weichenstellung für die Gemeinde Ense.
Im Fachbereich 3 werden Fragen zur Gewerbeansiedlung, Baulandentwicklung, Energieversorgung uvm bearbeitet. Sie gehen jeden Bürger und jedes Unternehmen in Ense direkt an und werden seit vielen Jahren von Herrn Vonnahme vorbildlich behandelt.
Ense steht nicht nur kreisweit bestens da.
Eine entsprechende Kontinuität, die nur durch eine ausreichende Einarbeitung eines Nachfolgers gelingen kann, ist aus Sicht der Enser Grünen entscheidend für die Weiterentwicklung der Gemeinde.
Dieses Thema nicht öffentlich diskutieren zu wollen, ist ein Armutszeugnis für die Politiker der genannten Enser Parteien.
Das ist nicht fair und nicht offen.
Unser Demokratieverständnis ist ein anderes.



Olaf Teuber

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Gemeinde Ense



In Fukushima muss ein Radius von 80 Kilometern evakuiert werden und wird für Jahrhunderte unbewohnbar sein!

Doch wie sieht es in Deutschland aus?
Auf dieser Website haben wir fiktive Evakuierungsradien von ja 80km um aktive deutsche Kernkraftwerke (Daten erstellt von Maximilian Schönherr)
Deutsch: Die Illustration zeigt fiktive 80km-Radien um die zurzeit in Deutschland aktiven Kernkraftwerke herum. Im Falle des massiven Austritts radioaktiver Strahlung bei Unfällen oder im nicht geregelten Betrieb wird ein solcher Radius zur Evakuierung der Bevölkerung durchaus in Erwägung gezogen. Große Teile Nordwest- und fast das gesamte Süddeutschland wären dann nicht mehr bewohnbar.
English: This illustrations shows a map of Germany with large white spots. These spots symbolize an 80km radius around each of Germany's current nuclear power plants. This radius in case of a radiation problem is purely fictious but has been called realistic by the International Atomic Energy Agency (IAEA) in case of severe problems with reactors like in Fukushima in March 2011. According to this map large areas of north and south Germany would be inhabitable in case of massive failures of all currently active nuclear power plants.

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